Das Haus in dem ich wohne, steht in einer Siedlung. Auf der Ostseite gibt es keine Fenster. Wenn ich auf die nach Süden gerichtete Terrasse gehe, ist der Garten, anschließend ein Feld, darauf folgt ein Wald.
Der Wald ist weit weg.

Im Westen wird ein Haus gebaut und vom Nordfenster schaue ich auf die Straße, in die Gärten meiner Nachbarn.
Ich lebe mit meinen zwei Kindern, meinem Mann und einer Katze in diesem Haus. Dieses Haus steht in Ölkam, einem Vorort.
Hier bin ich vor Ort.

Auf der Straße plaudere ich mit einer Nachbarin, es ist halb acht Uhr am Abend, Sommer.
Die Schneeweißen Wolken türmen sich über den Häusern, der Himmel verdunkelt sich zu einem tiefen Schwarzblau. Ich muss jetzt sofort gehen, ich reiße mich los. Ich laufe nach Hause, um meine Digicam zu holen und mache Fotos.

Die Sonne scheint, es ist Mittag. Die Straße ist leer und die Häuser werfen Schatten.
Was für eine Schärfe!

Das Zusammenspiel von Natur und Architektur, die Wirkung von Licht und Schatten in Form und Farbe versetzen mich in Aufregung; dies gilt es festzuhalten, das ist meine INSPIRATION.

 
o.T. Gouache auf Leinwand 100 cm x 100 cm

o.T. Gouache auf Leinwand 100 cm x 100 cm

o,T. Gouache auf Leinwand 120 cm x 150 cm

o,T. Gouache auf Leinwand 120 cm x 150 cm

o.T. Gouache auf Leinwand 100 cm x 100 cm

o.T. Gouache auf Leinwand 100 cm x 100 cm

o.T. Gouache auf Leinwand 120 cm x 150 cm

o.T. Gouache auf Leinwand 120 cm x 150 cm

o.T. Gouache auf Leinwand 120 cm x 150 cm

o.T. Gouache auf Leinwand 120 cm x 150 cm

o.T. Gouache auf Leinwand 120 cm x 150 cm

o.T. Gouache auf Leinwand 120 cm x 150 cm

o,T. Gouache auf Leinwand 100 cm x 120 cm

o,T. Gouache auf Leinwand 100 cm x 120 cm

o,T. Gouache auf Leinwand 100 cm x 120 cm

Ein Foto das bei einem Spaziergang entstanden ist oder der Eindruck einer Lichtstimmung,
wenn ich aus dem Fenster schaue sind Ausgangspunkte meiner Arbeiten.
Die Raumerfassung wird mit wenigen mir wichtig erscheinenden Linien skizziert.
Mein Blick ist kein voyeuristischer. Nicht der Einblick in die Häuser erweckt mein Interesse, sondern wie die Häuser zueinander stehen wie sie in Beziehung treten.
Ob diese Raumsituation bestehen bleibt, hängt davon ab, ob meine Erwartungen erfüllt werden.
So passiert es auch, dass Häuser wieder verschwinden, ein anderes bekommt ein neues Dach.
Ich löse mich von der Wirklichkeit. Ich bin Architektin vor Ort.

Vor Ort muss ich auch beim Malen sein, mit Körper und Geist. Meine Lebenssituation erfordert, dass ich mein Leben in parallele Leben einteile; Eines für die Malerei, Eines für die Familie.
Diese parallele Leben befinden sich in einer Matrix (lat. matrix „Gebärmutter“ eigentlich „Muttertier“), also in mir.
Hier treffen sie sich immer wieder und kollidieren auch.
Inspirationen brauchen keinen eigenen Zeitraum, sie präsentieren sich und drängen sich auf.
So fand ich meine Zeit zum Malen in der Nacht, wo ich Körper und Geist vereinen kann und die Familie schläft.